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Titel
SCHOENNINGER Erdglobus 1872
Resumee

Dieser „Erdglobus“ aus dem Jahr 1872 mit einem Durchmesser von 16,5 cm (Maßstab circa 1 : 38,500.000) ist bei Franz Xaver Schönninger (1820-1897) erschienen.

Die Globenproduktion im Verlagshaus Schönninger begann im Jahr 1815 mit Franz Leopold Schönninger (1790-1877), der den Buchbinderbetrieb seines Vaters übernahm. Als einer der ersten in Österreich experimentierte er mit billigeren und leichteren Materialien als Gips und Holz, wie zum Beispiel Pappe, und begann seine Globen in Serie zu produzieren. Er führte den Verlag, dessen Katalog er ständig erweiterte, bis zu seiner Verhaftung im Jahr 1848. Danach übernahm sein Sohn Franz Xaver Schönninger (1820-1897) die Geschäftsführung. Dieser arbeitete auch selbst als Globen- und Instrumentenmacher und machte den Verlag in den 1870er Jahren zu einem der erfolgreichsten Globenverlage des 19. Jahrhunderts. Andere bei diesem Verlag erschienene Globen befinden sich ebenfalls in dieser Sammlung. Der Autor dieses Globus wird allerdings nicht genannt. Möglicherweise handelt es sich um eine von Schönninger angefertigte Neuauflage eines älteren Globus. Dies müsste aber durch Vergleiche mit anderen Schönninger Globen derselben Größe überprüft werden.

Dieser Globus liegt in einem für seine Zeit eher aufwendigen Gestell. Er hat einen dreifüßigen Holzständer in dessen Bodenplatte ursprünglich vermutlich ein Kompass eingebaut war, der heute aber leider verloren ist. Den eigentlichen Globus umgeben ein Horizontring mit Kalender und ein Meridianring aus Messing. Bis auf die Titelvignette südlich von Afrika ist der Globus nicht illustriert, allerdings sind die Ländergrenzen in verschiedenen Farben eingezeichnet. Der Nullmeridian verläuft auf diesem Globus durch Ferro. Der Äquator, die Wendekreise und Längen- und Breitengrade in 10° Schritten sind eingetragen.

Die Umrisse der Kontinente sind bereits größtenteils bekannt gewesen und am Globus eingezeichnet. Nur die Antarktis weist noch einige Lücken in der Küstenlinie auf. Im Inneren Afrikas und Australiens sind ebenfalls noch einige Lücken vorhanden. Die großen Seen in Ostafrika sind aber eingezeichnet, auch wenn sie auf diesem Exemplar etwas verblasst sind. Interessant sind auch die in Afrika eingezeichneten Grenzen, die sich zu der Zeit noch vornehmlich auf die Küstengebiete beschränken. Besonders gut zu erkennen ist Algerien, das 1830 von Frankreich erobert wurde.

Edurne Kugeler

Quellen und weiterführende Literatur:

Thomas HORST, Die Globen der Sammlung Woldan. Erdkugeldarstellungen als Quelle für die Geschichtswissenschaft, in: Gerhard HOLZER, Thomas HORST, Petra SVATEK (Hg.), Die Leidenschaft des Sammelns. Streifzüge durch die Sammlung Woldan (Edition Woldan 3), Wien 2010, 233-296.

Helga HÜHNEL, Österreichische Globenhersteller, in: Allmayer-Beck, Peter E.: Modelle der Welt. Erd- und Himmelsgloben. Wien: Brandstätter 1997, 89-105.

Hadmar Wolfdietrich SCHANDL, Die Stellung der Buchbinderfamilie Schöninger in der Geschichte der Wiener Globenerzeugung, in: Der Globusfreund. 13, 1964, 49-63.

Publication Datum
1. Januar 1872 00:00
Typ
Raster Data
Schlüsselwörter:
19. Jahrhundert
Kategorie
Globus
Globus
Publiziert
Ja
Vorgestellt
Keine
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SammlungWoldan
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SammlungWoldan@oeaw.ac.at
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Österreichische Akademie der Wissenschaften
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Einschränkungen
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Zweck

Erdglobus : nach den neuesten Quellen

Sprache
English
Zusätzliche Information

Titel:
Erdglobus : nach den neuesten Quellen

Personen/Institution:
Schöninger, Franz Xaver; 1820-1897 [KartografIn]

Verantwortlichkeitsangabe:
bearbeitet von F. Schönninger

Ort:
Wien

Verlag/Druck:
Globus-Fabrik

Datierung:
1872

Maßstab:
circa: 1 : 38 500 000

Umfang:
12 Globenstreifen, 2 Polkappen

Format:
Durchmesser 16,5 cm

Reproduktionsverfahren:
Lithografie

Details zu illustrierendem Inhalt:
Titelkartusche

Details zu kartographischem Inhalt:
Mit Äquator, Horizontlinien und Ekliptik Linie, Berge in Raupenmanier

Details zu Maßstabsangaben:
errechneter Maßstab

Gitterlininen:
Längen- und Breitengrade in 10°-Schritten

Nullmeridian:
Ferro

Exemplar ÖAW Sammlung Woldan:
Dreifüßiges Holzgestell im baroken Stil, Meridianring aus Messing, Horizontring Stundenkreis fehlt

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