Zusätzliche Information

Titel:
Tabula Geographica Circulorum Austriaci et Bavarici Imperii Romano-Germanici

Personen/Institution:
Preußische Akademie der Wissenschaften [HerausgeberIn]

Verantwortlichkeitsangabe:
ad emendatiora Exempla adhuc edita Jussu Academice Regice Scientiarum et eleg. litt. Borussicae descripta

Ort:
Berlin

Verlag/Druck:
gedruckt bei Christian Ludewig Kunst

Datierung:
1760

Maßstab:
Circa 1:1 700 000

Umfang:
1 Karte

Format:
30,5 x 36 cm

Reproduktionsverfahren:
Kupferstich

Details zu illustrierendem Inhalt:
Titelkartusche rechts oben

Details zu kartographischem Inhalt:
Geländedarstellung in Maulwurfshügelmanier

Details zu Maßstabsangaben:
Maßstab in graphischer Form, "Milliaria Germanica communia" und "Milliaria Germanica magna"

Gitterlinien:
Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten

Nullmeridian:
20° 20'' westlich von Greenwich

Sonstige Details:
Exemplar ÖAW-Sammlung Woldan flächen- und grenzkoloriert

Attributname Label Beschreibung
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Resumee

Die Tabula Geographica Circulorum Austriaci et Bavarici Imperii Romano-Germanici (Maßstab ca. 1:1,700.000) wurde 1760 von der Preußischen Akademie der Wissenschaften, die 1700 in Berlin gegründet wurde, bei Christian Ludewig Kunst herausgegeben. Die Karte reicht vom Bodensee im Westen bis zum Neusiedlersee im Osten und von der Oberpfalz im Norden bis zum Gardasee und der Adria im Süden. Der Maßstab erscheint in graphischer Form in Milliaria Germanica communia und Milliaria Germanica magna im linken oberen Karteneck. Die Längen- und Breitenangaben sind am Kartenrand in 1°-Schritten als Zahlen und innerhalb des Kartenbildes durch Gitterlinien visualisiert. Als Nullmeridian wurde eine Linie 20° 20’’ westlich von Greenwich gewählt. Auch die Himmelsrichtungen Oriens, Occidens, Septentrio und Meridies sind am Kartenrand ausgewiesen. Die Karte ist im Geographischen Atlas bestehend in 44 Land-Charten enthalten.

Die Geländedarstellung erfolgt in Maulwurfshügelmanier. Aussagen über die wahre Geländebeschaffung können nicht gemacht werden. Bedeutende Alpenpässe, wie zum Beispiel der Semmering (Semring) sind stark überzeichnet. Während Dörfer und kleinere Städte durch Stadtvignetten wiedergegeben wurden, erscheinen Großstädte (Wien, Innsbruck, Trient usw.) in einer Grundrissdarstellung. Die Grenzen zu anderen Staaten wurden strichliert wiedergegeben, jene innerhalb des Habsburgerreiches punktiert. In der Ausgabe der Sammlung Woldan sind diese zudem koloriert. Während die Seen in Bayern und Oberitalien benannt wurden und in ihrer Ausdehnung wenigstens einigermaßen der Realität entsprechen, fehlen bei den Salzkammergutseen die Namen. Zudem erscheinen Atter-, Traun- und Hallstätter See fälschlicherweise als ungefähr gleich groß.

Petra Svatek

Quellen und weiterführende Literatur:

Michael HANKE, Hermann DEGNER, Albrecht PENCK, Die Pflege der Kartographie bei der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften unter der Regierung Friedrichs des Grossen. (= Abhandlungen der Preußischen Akademie der Wissenschaften, Physikalisch-Mathematische Klasse, 1931/2). Berlin 1934.

Wolfgang SCHARFE, Preußische Monarchie (Brandenburg-Preußen, Kgr. Preußen), preußische Kartographie, in: Ingrid KRETSCHMER, Johannes DÖRFLINGER, Franz WAWRIK, Lexikon zur Geschichte der Kartographie. Von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg, Band 1, Wien 1986, 636-642.

Publication Datum
Lizenz
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Typ
Raster Data
Schlüsselwörter:
18. Jahrhundert , Europa , Übersichtskarte
Kategorie
Regionalkarte
Regionalkarte
Eigentümer
Einschränkungen
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Zweck

Tabula Geographica Circulorum Austriaci et Bavarici Imperii Romano-Germanici

Sprache
English

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