Zusätzliche Information

Titel:
Vienna : Il vero ritrato della fortezza di Vienna Citta nobilissima in Austria, si veramente come ogi di si ritrova

Personen/Institution:
Zenoi, Domenico [KartografIn
StecherIn]
Zaltieri, Bolognino; [DruckerIn]

Verantwortlichkeitsangabe:
[Domenico Zenoi]

Ort:
Venetia

Verlag/Druck:
all' insegna della Colonna

Datierung:
1567

Maßstab:
Circa 1:6 500

Umfang:
1 Vogelschaubild

Format:
19,5 x 26,2 cm

Reproduktionsverfahren:
Kupferstich

Ergänzender Inhalt:
Stilisierte Kompassrose, Vignette mit Titelzusätzen

Ausrichtung:
NO

Attributname Label Beschreibung
BLUE_BAND
GREEN_BAND
RED_BAND
Resumee

Der Vogelschauplan Vienna. Il vero ritrato della fortezza di Vienna Citta nobilissima in Austria, si veramente come ogi di si ritrova (Maßstab ca. 1:6.500) wurde 1567 von Domenico Zenoi herausgegeben. Zenoi wirkte während der 1560er und 1570er Jahre als Kupferstecher und Kartograph in Venedig. Sein kartographisches Hauptaugenmerk legte er vor allem auf Regional- und Kontinentalkarten. Über seine Biographie ist nichts Näheres bekannt. Den Druck besorgte Bolognino Zaltieri, der seit 1567 in Venedig als Verleger tätig war.

Der Plan ist nach Nordosten orientiert, was im 16. Jahrhundert eine Seltenheit darstellte. Denn viele andere Wienpläne wurden von der Donau und damit nach Süden zu aufgenommen. Angaben zum Maßstab fehlen ebenso wie Hinweise zu den Himmelsrichtungen. Auch gibt es keine Längen- und Breitenangaben. Das Hauptaugenmerk legte Zenoi eindeutig auf die Befestigungsanlagen, die seit der Ersten Türkenbelagerung 1529 ausgebaut wurden. Dabei nahm man sich die italienischen Festungsbauten mit ihren Bollwerken zum Vorbild. Auch der ursprünglich aus Italien stammende Festungsbaumeister Domenico dell’Allio (1515-1563) wirkte in Wien.

Die Bebauung innerhalb der Stadt ist ausgesprochen fantasievoll. Die Häuser geben kein reales Bild wieder. Auch ein Zelt der Osmanen ist zu sehen, was nicht der Realität entspricht. Denn die Osmanen konnten Wien bei der Ersten Türkenbelagerung nicht einnehmen. Straßenzüge sind nicht erkennbar. Im zentralen Bereich des Vogelschauplanes erscheint eine Kirche, die vielleicht den Stephansdom abbilden soll. Doch ist diese fälschlicherweise mit einer Kuppel versehen worden. Die Hofburg befindet sich am richtigen Platz und wird mit Castello bezeichnet. Auch die Brücken sind alle benannt worden. Vermutlich wurde der Wienplan dem Buch Civitatum Aliquot Insigniorum, et locorum, magis munitorum exacta delineatio (1568), geschrieben von Giulio Ballino, beigegeben.

Petra Svatek

Quellen und weiterführende Literatur:

Michael BURY, The Print in Italy 1550-1625, London 2001.

Heike KRAUSE, Mauern um Wien. Die Stadtbefestigung von 1529 bis 1857, Wien 2014.

Ferdinand OPLL, Martin SCHEUTZ, Der Schlierbach-Plan des Job Hartmann von Enenkel. Ein Plan der Stadt Wien aus dem frühen 17. Jahrhundert (Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 13), Wien 2014.

Ferdinand OPLL, Wien als Festungsstadt im 16. Jahrhundert: Zum kartografischen Werk der Mailänder Familie Angielini, Köln 2017.

Christopher L. C. E. WITCOMBE, Copyright in the Renaissance. Prints and the Privilegio in Sixteenth-Century Venice and Rome, Leiden und Boston 2004.

Publication Datum
Lizenz
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Typ
Raster Data
Schlüsselwörter:
16. Jahrhundert , Europa , Vogelschaukarte
Kategorie
Stadtplan
Stadtplan
Eigentümer
Einschränkungen
Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Zweck

Vienna : Il vero ritrato della fortezza di Vienna Citta nobilissima in Austria, si veramente come ogi di si ritrova

Sprache
English

Kommentare (0)

Melden Sie sich an um einen Kommentar hinzuzufügen

durchschnittliche Bewertung

(0)