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Titel
OEGQMST Oesterreich 1835 5
Resumee

Die Strassen Karte der Oesterreichischen Monarchie (Maßstab 1:864.000; Lithographie) wurde 1835 in Wien vom Österreichischen Generalquartiermeisterstab herausgegeben und entstand wohl im Zuge der Vermessungen zur Zweiten Franziszeischen Landesaufnahme (1806-1869), die auf Grundlagenmessungen beruhte (Lagefestpunktfeld mit Triangulierung). Der Generalquartiermeisterstab war bereits während der Ersten Josephinischen Landesaufnahme (1763-1787) mit der Leitung der kartographischen Aufnahme des Habsburgerreiches betraut, dessen topographisch-lithographische Anstalt schließlich 1839 im neu gegründeten Militärgeographischen Institut aufging.

Die Karte in stereographischer Projektion beinhaltet neun Blätter und reicht von Dresden im Norden bis nach Rimini und Montenegro im Süden und vom Lago Maggiore im Westen bis Czernowitz im Osten. An den Blatträndern sind die Längen- und Breitenangaben in 5’-Schritten angeführt. Als Ausgangspunkt für die Längenzählung wählte man die Kanareninsel Ferro. Der Maßstab erscheint in graphischer und numerischer Form unterhalb des Titels in Wiener Klafter und österreichische Straßenmeilen. Rechts unten ist eine Tabelle mit der politischen Einteilung der Habsburgermonarchie und eine statistische Übersicht (Fläche, Einwohner, Anzahl der Siedlungen, Einwohner der größten Städte usw.) zu sehen.

Der Zeichenschlüssel wurde recht umfangreich gestaltet. Neben unterschiedlichen Siedlungstypen kommen Signaturen für Poststationen, Häfen und Ankerplätze für größere Fahrzeuge selbst Linienschiffe und Häfen und Ankerplätze für kleinere Kriegs und Kauffahrtsschiffe vor. Zudem gibt es Liniensignaturen für Grenzen und für diverse Straßentypen (Landstraßen, Landwege, Karrenwege, Saumwege, Fußwege). Zeichenangaben bei Flüssen geben die Art ihrer Schiffbarkeit wieder. Aus diesem Zeichenrepertoire ist ersichtlich, dass der Generalquartiermeisterstab sein Hauptaugenmerk eindeutig auf die Straßen und Flüsse gelegt hat. Auch Eisenbahnen kommen vor, deren Entwicklung zu dieser Zeit allerdings noch am Anfang stand. In Österreich existierte 1835 lediglich die Pferdeeisenbahn von Linz nach Budweis, die 1832 in Betrieb genommen wurde. Die morphologischen Verhältnisse berücksichtigte der Generalquartiermeisterstab hingegen nicht.

Petra Svatek

Quellen und weiterführende Literatur:

Johannes DÖRFLINGER, Die Landesaufnahmen des österreichischen Generalquartiermeisterstabes 1749-1854. Karlsruher Geowissenschaftliche Schriften 2, Karlsruhe 1989.

Ernst HOFSTÄTTER, Beiträge zur Geschichte der österreichischen Landesaufnahmen: Ein Überblick der topographischen Aufnahmeverfahren, deren Ursprünge, ihrer Entwicklungen und Organisationsformen der vier österreichischen Landesaufnahmen, Band 1, Wien 1989.

Bettina KRENN, Eisenbahnkarten der Österreichisch-ungarischen Monarchie vom Beginn des Eisenbahnwesens bis zur Jahrhundertwende, ungedr. Univ.-Dipl. Wien 1998.

Ingrid KRETSCHMER, Von der Zweiten Landesaufnahme (1806) bis zur Gegenwart (2004), in: Ingrid KRETSCHMER, Johannes DÖRFLINGER, Franz WAWRIK, Österreichische Kartographie. Von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis zum 21. Jahrhundert (Wiener Schriften zur Geographie und Kartographie 15), Wien 2004, 169-289.

Hubert ZEINAR, Geschichte des österreichischen Generalstabes, Wien 2006.

Publication Datum
1. Januar 1835 00:00
Typ
Raster Data
Schlüsselwörter:
19. Jahrhundert Straßenkarte
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Regionalkarte
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Einschränkungen
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Zweck

Umgebungen von Wien und Pesth

Sprache
English
Zusätzliche Information

Gesamttitel:
Strassen Karte der Oesterreichischen Monarchie

Titel:
Umgebungen von Wien und Pesth

Ort:
Wien

Verlag/Druck:
k. k. Generalquartiermeisterstab

Datierung:
1835

Maßstab:
1:864 000

Format:
43 x 58,5cm

Reproduktionsverfahren:
Lithographie

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