Zusätzliche Information

Gesamttitel:
Specialkarte der K. u. K. Österreichisch-Ungarischen Monarchie

Titel:
Podersam und Rakonitz

Ort:
Wien

Verlag/Druck:
Militärgeograph. Inst.

Datierung:
1883

Maßstab:
1:75 000

Umfang:
1 Blatt

Format:
38,5 x 49,5 cm

Details zu kartographischem Inhalt:
Bergdarstellung mit Gebirgsschraffen

Gitterlinien:
Längen- und Breitenangaben in 5'-Schritten nur am Kartenrand

Nullmeridian:
Ferro

Projektion:
Gauss-Krüger-Netz

Sonstige Details:
Exemplar ÖAW-Sammlung Woldan auf Leinen aufgezogen und gefaltet

Attributname Label Beschreibung
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Resumee

Die Spezialkarte der Österreichisch-Ungarischen Monarchie im Maßstab 1:75.000 (1873-1889) wurde vom Kaiserlich-Königlichen Militär-Geographischen Institut (MGI) angefertigt. Sie entstand im Zuge der Dritten Franzisko-Josephinischen Landesaufnahme, die bis 1887 durchgeführt wurde. Das MGI wurde 1839 in Wien durch Zusammenlegung des Mailänder Instituto Geografico Militare und der Topographisch-lithographischen Anstalt des Generalquartiermeisterstabes gegründet. In den folgenden Jahren entwickelte sich das MGI zu einer der bedeutendsten kartographischen Anstalten Europas und war vor allem für die österreichische Landesaufnahme und für die Kartenproduktion anderer Institutionen (Bsp. Geologische Reichsanstalt) und für Schulen zuständig.

Die Dritte Landesaufnahme setzte 1863 ein, nachdem Österreich zur Mitteleuropäischen Gradmessung beigetreten war. Im Zuge dieser Aufnahmen erstellte das MGI auch ein Höhenfestpunktfeld. Innerhalb von nur 18 Jahren konnten die topographischen Aufnahmen im Gelände abgeschlossen werden. Die Veröffentlichung in Form der Spezialkarte 1:75.000 in Polyederprojektion setzte 1873 ein und dauerte bis 1889. Es entstanden insgesamt 752 Blätter, die mittels Heliogravüre gedruckt wurden und von Nordböhmen im Norden bis nach Montenegro im Süden und vom Bodensee im Westen bis nach Westrussland im Osten reichen. Der Nullmeridian führt durch die Kanareninsel Ferro. Die Längen- und Breitenangaben sind in 5’-Schritten nur am Kartenrand integriert. Die Geländewiedergabe erfolgt in Form von Böschungsschraffen. Mit großer Genauigkeit sind alle Orte, Flüsse, Seen, Berge, Straßen, Eisenbahnlinien, Wälder usw. visualisiert. Die Berge sind mit Höhenangaben in Metern versehen, da Österreich 1872 das metrische System einführte. Die eigentlichen Aufnahmeblätter im Maßstab 1:25.000 wurden hingegen nicht veröffentlicht.

Petra Svatek

Quellen und weiterführende Literatur:

Ernst HOFSTÄTTER, Beiträge zur Geschichte der österreichischen Landesaufnahmen: Ein Überblick der topographischen Aufnahmeverfahren, deren Ursprünge, ihrer Entwicklungen und Organisationsformen der vier österreichischen Landesaufnahmen, Band 1, Wien 1989.

Robert MESSNER, Die österreichische Landesaufnahme. Ihre Entwicklung bis zur Gründung des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen, in: 75 Jahre Kartographie am Hamerlingplatz 1905-1980, Wien 1980.

Ingrid KRETSCHMER, Von der Zweiten Landesaufnahme (1806) bis zur Gegenwart (2004), in: Ingrid KRETSCHMER, Johannes DÖRFLINGER, Franz WAWRIK, Österreichische Kartographie. Von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis zum 21. Jahrhundert (Wiener Schriften zur Geographie und Kartographie 15), Wien 2004, 169-289.

Publication Datum
Lizenz
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Typ
Raster Data
Schlüsselwörter:
19. Jahrhundert , Europa , Straßenkarte , Topographische Karte
Kategorie
Umgebungskarte
Umgebungskarte
Eigentümer
Einschränkungen
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Zweck

Podersam und Rakonitz

Sprache
English

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