Zusätzliche Information

Titel:
Uebersichts-Karte der k. k. priv. Kaiserin-Elisabeth-Bahn

Ort:
Wien

Verlag/Druck:
Typogr. liter. artist Anstalt

Datierung:
1860?

Maßstab:
Circa 1:580 000

Umfang:
1 Karte

Format:
29 x 58 cm

Reproduktionsverfahren:
Lithographie

Details zu kartographischem Inhalt:
Straßennetzkarte mit Eisenbahnlinien zwischen Salzburg und Wien

Details zu Maßstabsangaben:
Maßstab in graphischer Form, Wiener Klafter

Sonstige Details:
Kommt in etwas veränderter Ausführung und ohne Bezeichnung als "Anlage G" auch im "Album zur Erinnerung an die feierliche Eröffnung der Kaiserin Elisabeth-Westbahn von Wien bis Salzburg im Jahre 1860" vor

Attributname Label Beschreibung
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Resumee

Die anonyme Uebersichts-Karte der k. k. priv. Kaiserin-Elisabeth-Bahn (Maßstab ca. 1:580.000; Lithographie) reicht von der Salzach im Westen bis nach Wien im Osten und von Budweis im Norden bis zu den nördlichen Kalkalpen im Süden. Sie ist eine Straßennetzkarte inklusive allen Eisenbahnlinien und wurde 1860 in der Wiener Typographischen Anstalt veröffentlicht. Der Maßstab ist in graphischer Form in Wiener Klafter wiedergegeben. Angaben zur geographischen Länge und Breite fehlen. An topographischen Eintragungen kommen Flüsse und Seen vor, die in er Karte alle benannt sind. Die morphologischen Gegebenheiten wurden nicht berücksichtigt. Allerdings integrierte der anonyme Kartograph einige wenige Bergnamen (Bsp. Traun Stein) und Landschaftsbezeichnungen (Bsp. Kobernauser Wald). Eine lückenlose Eintragung aller Siedlungen ist ebenfalls nicht vorhanden. Zum Teil unterscheidet sich die Schreibweise von Städtenamen von der heute gängigen Form (Bsp. Baaden).

Der unmittelbare Anlass für die Herausgabe der Karte war wohl die Eröffnung der Kaiserin-Elisabeth-Bahn. Die Idee einer Bahnverbindung zwischen Wien und dem süddeutschen Raum geht bereits in die 1840er Jahre zurück. Schließlich erhielten der Wiener Unternehmer Hermann Dietrich Lindheim (1790-1860) und der Politiker und Unternehmer Ernst Merck (1811-1863) im Jahre 1856 die Konzession für den Bau einer Eisenbahn von Wien zur bayerischen Grenze. Im November 1858 konnte die Strecke bis nach Linz für den Verkehr freigebenden werden. Zwei Jahre später folgte die Fertigstellung der Strecke bis nach Salzburg und an die Grenze zu Deutschland. Unterschiedliche Arten von Liniensignaturen geben die qualitative Wertigkeit der Bahnstrecke wieder: Doppel Geleise (Wien-Neulengbach), Einfaches Geleise auf doppelten Unterbau (die gesamte Westbahn zwischen Neulengbach und Salzburg), Einfaches Geleise auf einfachen Unterbau (Lambach-Gmunden), Pferdebahn (Linz-Budweis), Wels-Passauer Bahn im Bau begriffen und Anschlussbahnen (Bsp. Südbahn, Nordbahn). Jene auf der Karte noch im Bau eingetragene Strecke von Wels nach Passau konnte 1861 eröffnet werden.

Die Karte ist in leicht veränderter Ausführung dem Album zur Erinnerung an die feierliche Eröffnung der Kaiserin Elisabeth-Westbahn von Wien bis Salzburg im Jahre 1860 als Anlage beigegeben worden.

Petra Svatek

Quellen und weiterführende Literatur:

Gerhard ARTL, Gerhard GÜRTLICH, Hubert ZENZ, Sisi auf Schienen: 150 Jahre Westbahn Wien-Linz, Wien 2008.

Bettina KRENN, Eisenbahnkarten der Österreichisch-ungarischen Monarchie vom Beginn des Eisenbahnwesens bis zur Jahrhundertwende, ungedr. Univ.-Dipl. Wien 1998.

Peter WEGENSTEIN, Österreichs Eisenbahnstrecken, Wien 2007.

Publication Datum
Lizenz
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Typ
Raster Data
Schlüsselwörter:
19. Jahrhundert , Eisenbahnkarte , Europa
Kategorie
Regionalkarte
Regionalkarte
Eigentümer
Einschränkungen
Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Zweck

Uebersichts-Karte der k. k. priv. Kaiserin-Elisabeth-Bahn

Sprache
English

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