Zusätzliche Information

Titel:
Karte der Œsterreichischen Monarchie

Personen/Institution:
Fried, Franz; ca. 1790 - nach 1866 [KartografIn]
Biller, Dominik; 1812-1884 [StecherIn]

Verantwortlichkeitsangabe:
von F. Fried.; Gest. v. D. Biller.

Ort:
Wien

Verlag/Druck:
ARTARIA & Co.

Datierung:
1859

Maßstab:
Circa 1:3 000 000

Umfang:
1 Karte

Format:
33,5 x 47,5 cm

Reproduktionsverfahren:
Kupferstich

Details zu kartographischem Inhalt:
Geländedarstellung in Raupenmanier

Ergänzender Inhalt:
Auflistung der Kronländer der Österreichischen Monarchie

Details zu Maßstabsangaben:
Maßstab in graphischer Form, "Deutsche Meilen", "Italienische Meilen"

Gitterlinien:
Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten

Nullmeridian:
Ferro

Sonstige Details:
Exemplar ÖAW-Sammlung Woldan Kronländer sind Grenzkoloriert

Attributname Label Beschreibung
BLUE_BAND
GREEN_BAND
RED_BAND
Resumee

Die Karte der Œsterreichischen Monarchie (Maßstab ca. 1:3.000,000) entstand im Jahr 1859 durch Franz Fried im Wiener Verlag Artaria und gehörte zum Atlas der neuesten Geographie Nr. 8. Fried war am Anfang seiner Karriere beim Kunst- und Industrie-Comptoir angestellt, ehe er nach dessen Niedergang zum 1770 gegründeten Verlag Artaria wechselte. Gestochen wurde die Karte von Dominik Biller (1812-1884).

Die Karte reicht von Basel im Westen bis ins westliche Moldawien im Osten und von Dresden im Norden bis nach Civita Vecchia im Süden. Der Maßstab erscheint in graphischer Form im rechten unteren Eck der Karte in Deutsche Meilen und Italienische Meilen. Die Längen- und Breitenangaben trug Fried sowohl innerhalb der Karte als Gitterlinien als auch am Kartenrand als Zahlen in 1°-Schritten ein. Als Ausgangspunkt für die Längenzählung wählte er die Kanareninsel Ferro. Die Zeichenerklärung enthält fünf unterschiedliche Ringsignaturen für Haupt und Residenz Staedte, Hauptstädte, Städte überhaupt, Flecken und Dörfer und Feste Plätze und eine Liniensignatur für Eisenbahnen. Links neben der Zeichenerklärung listete Fried alle damaligen Kronländer der österreichischen Monarchie auf.

Die Geländedarstellung erfolgte in Raupenmanier. Einige Bergnamen sind vor allem im Bereich der Alpen zu finden (Bsp. Semring B., Julische Alp.). Die Grenzen der Kronländer sind in der Ausgabe der Sammlung Woldan koloriert. Straßen sind in Form von Doppellinien eingetragen. Eine etwas dickere schwarze Linie gibt die Eisenbahnen wieder. Die ersten Karten, die das gesamte damalige Eisenbahnnetz der Habsburgermonarchie zeigten, entstanden um die Mitte der 1850er Jahre. Fried integrierte in seine Karte alle bis 1859 fertiggestellten Bahnstrecken. So ist zum Beispiel bereits die Strecke von Linz bis Salzburg eingetragen, die im Erscheinungsjahr der Karte in Betrieb genommen wurde.

Petra Svatek

Quellen und weiterführende Literatur:

Johannes DÖRFLINGER, Die österreichische Kartographie im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Privatkartographie zwischen 1780 und 1820. Band 2, Österreichische Karten des frühen 19. Jahrhunderts, Wien 1988.

Bettina KRENN, Eisenbahnkarten der Österreichisch-ungarischen Monarchie vom Beginn des Eisenbahnwesens bis zur Jahrhundertwende, ungedr. Univ.-Dipl. Wien 1998.

Publication Datum
Lizenz
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Typ
Raster Data
Schlüsselwörter:
19. Jahrhundert , Administrative Karte , Eisenbahnkarte , Europa
Kategorie
Regionalkarte
Regionalkarte
Eigentümer
Einschränkungen
Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Zweck

Karte der Œsterreichischen Monarchie

Sprache
English

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