Zusätzliche Information

Titel:
General Karte von dem Oesterreichischen Kaiserstaate

Personen/Institution:
Weiland, Karl Ferdinand; 1782-1847 [KartografIn]

Verantwortlichkeitsangabe:
entworfen und gezeichn. von C. F. Weiland

Ort:
Weimar

Verlag/Druck:
Im Verlage des Geographischen Instituts

Datierung:
1836

Maßstab:
1:1 350 000

Umfang:
1 Karte

Format:
45,5 x 58 cm

Reproduktionsverfahren:
Kupferstich

Details zu kartographischem Inhalt:
Geländedarstellung in Raupenmanier

Ergänzender Inhalt:
Mit "Uebersicht des Flächeninhaltes und der Bevölkerung des Kaiserstaates" nach Länder und Provinzen

Gitterlinien:
Längen- und Breitenangaben in 1°-Schritten

Nullmeridian:
Ferro

Sonstige Details:
Exemplar ÖAW-Sammlung Woldan grenzkoloriert

Attributname Label Beschreibung
BLUE_BAND
GREEN_BAND
RED_BAND
Resumee

Die General Karte von dem Oesterreichischen Kaiserstaate aus dem Jahr 1836 stammt vom deutschen Kartographen Carl Ferdinand Weiland (1782-1847). Sie wurde im Verlage des Geographischen Instituts Weimar im Maßstab 1:1,350.000 herausgegeben, der durch die Ausgliederung aus dem Landes-Industrie-Comptoirs 1804 von Friedrich Justin Bertuch (1747-1822) gegründet wurde.

Die Karte reicht von Leipzig im Norden bis nach Rom im Süden und vom Vierwaldstätter See im Westen bis nach Kronstadt im Osten. Gitterlinien innerhalb des Kartenbildes und Zahlen am Kartenrand geben die geographischen Längen und Breiten in 1°-Schritten wieder. Ausgangspunkt der Längenzählung ist die Kanareninsel Ferro. Der Maßstab wird in graphischer Form in Geographische Meilen, Oesterreich: Meilen, Ungarische Meilen, Italienische Meilen, Polnische Meilen und Französische Lieues wiedergegeben. Im rechten unteren Eck befindet sich eine Uebersicht des Flächeninhaltes und der Bevölkerung des Kaiserstaates nach Ländern und Provinzen. Der Kartenbetrachter kann sich somit einen Überblick über die Ausdehnung und die Einwohnerzahl von den Königreichen Böhmen, Lombardey und Venedig, Dalmatien, Galizien und Lodomerien, Illyrien und Ungarn, von der k. k. Croatischen Slavonischen und Banatischen Militair Grenze, vom Erzherzogthum Oesterreich, vom Herzogthum Steyermark, vom Grossfürstenthum Siebenbürgen samt der Siebenbürgischen Militair Grenze, vom Markgrafthum Mähren mit dem Antheil des Herzogthums Schlesien und der Gefürsteten Grafschaft Tyrol und Vorarlberg machen. Eine Zeichenerklärung erscheint im rechten oberen Eck. Erwähnenswert ist, dass Weiland ein eigenes Zeichen für Universitäten integriert hat.

Das Gelände wurde in Raupenmanier visualisiert. Doch ist es zum großen Teil lediglich innerhalb des Habsburgerreiches wiedergegeben worden. So fehlen Bergdarstellungen zum Beispiel im Bereich des Apennins. Das Gebiet südlich der Po-Ebene erscheint dem Kartenbetrachter daher fälschlicherweise auch als Ebene. Die bedeutendsten Berge sind mit Namen benannt worden, wie zum Beispiel der Große Priel, der Ötscher, die Veitscher Alpe und der Schneeberg. Die Lage der einzelnen Länder und Provinzen ist durch das Grenzkolorit gut erkennbar. Flüsse und Landstraßen sind auf dem ersten Blick nicht immer voneinander unterscheidbar.

Petra Svatek

Quellen und weiterführende Literatur:

Andreas CHRISTOPH, Olaf BREIDBACH, Die Welt aus Weimar. Zur Geschichte des Geographischen Instituts. Katalog zur Ausstellung Stadtmuseum Weimar 29. Juli 16. Oktober 2011, Gera 2011.

Publication Datum
Lizenz
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Typ
Raster Data
Schlüsselwörter:
19. Jahrhundert , Administrative Karte
Kategorie
Regionalkarte
Regionalkarte
Eigentümer
Einschränkungen
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Zweck

General Karte von dem Oesterreichischen Kaiserstaate

Sprache
English

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