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Die „Karte Des Erz-Herzogthums Oesterreich ob - und unter - der Enns“ (Maßstab 1:144.000) wurde 1813 in Wien vom Österreichischen Generalquartiermeisterstab herausgegeben und entstand wohl im Zuge der Vermessungen zur Zweiten Franziszeischen Landesaufnahme (1806-1869), die auf Grundlagenmessungen beruhte (Lagefestpunktfeld mit Triangulierung). Der Generalquartiermeisterstab war bereits während der Ersten Josephinischen Landesaufnahme (1763-1787) mit der Leitung der kartographischen Aufnahme des Habsburgerreiches betraut, dessen topographisch-lithographische Anstalt schließlich 1839 im neu gegründeten Militärgeographischen Institut aufging.

Die Karte, die aus 30 Blättern besteht, erstreckt sich vom oberösterreichischen Inn im Westen bis zum Neusiedlersee im Osten und vom südlichen Böhmen und Mähren im Norden bis ins Mürztal im Süden. Die geographischen Längen- und Breitenangaben befinden sich am Kartenrand in 1°-Schritten. Unterhalb des Kartentitels sind drei Maßstabsleisten in „Geographische Meilen“, „Myriametres“ und „Österreichische Postmeilen“ zu sehen. Auf Blatt eins ist ein umfangreicher Zeichenschlüssel zu finden. Neben verschiedenen Siedlungstypen („Grosse Dörfer mit Schloss und Kirche“, „Grosse Dörfer ohne Schloss mit Kirche“ usw.) werden Signaturen für Ruinen, Klöster, Kapellen, Kreuze, Jägerhäuser, Windmühlen, Poststationen, diverse Bergwerke (Gold, Silber, Kupfer, Salz usw.) und Fabriken (Messingwerke, Eisen-Hämmer usw.) aufgelistet. Ein Dreieck mit Punkt weist astronomisch-trigonometrisch bestimmte Punkte aus. Liniensignaturen unterscheiden Länder- und Kreisgrenzen. Flächenhafte Signaturen geben Wälder, Weingärten und Sümpfe wieder. Unterhalb des Zeichenschlüssels können die Kartenbetrachter eine Tabelle sehen, in der statistische Daten der Vierteln Ober- und Niederösterreichs veröffentlicht werden.

Die Karte ist ausgesprochen genau und detailreich wiedergegeben. Alle Haupt- und Nebenstraßen, detaillierte Grundrissbilder der Siedlungen, Wälder, Flüsse, Seen und Weinberge sind visualisiert. Die Morphologie wird durch Böschungsschraffen dargestellt. Zudem sind die meisten Berge benannt worden. Höhenangaben sind allerdings noch keine vorhanden. In den Seen sind zwar Linien zu sehen, doch geben diese nicht die Tiefenverhältnisse wieder.

Petra Svatek

Quellen und weiterführende Literatur:

Johannes DÖRFLINGER, Die Landesaufnahmen des österreichischen Generalquartiermeisterstabes 1749-1854. Karlsruher Geowissenschaftliche Schriften 2, Karlsruhe 1989.

Ernst HOFSTÄTTER, Beiträge zur Geschichte der österreichischen Landesaufnahmen: Ein Überblick der topographischen Aufnahmeverfahren, deren Ursprünge, ihrer Entwicklungen und Organisationsformen der vier österreichischen Landesaufnahmen, Band 1, Wien 1989.

Ingrid KRETSCHMER, Von der Zweiten Landesaufnahme (1806) bis zur Gegenwart (2004), in: Ingrid KRETSCHMER, Johannes DÖRFLINGER, Franz WAWRIK, Österreichische Kartographie. Von den Anfängen im 15. Jahrhundert bis zum 21. Jahrhundert (Wiener Schriften zur Geographie und Kartographie 15), Wien 2004, 169-289.

Hubert ZEINAR, Geschichte des österreichischen Generalstabes, Wien 2006.

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Raster Data
Schlüsselwörter:
19. Jahrhundert , Übersichtskarte
Kategorie
Regionalkarte
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English

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