Zusätzliche Information

Titel:
Neue Topograph Karte der K. K. Haupt und Residenz Stadt Wien : samt der auf 6 quatrat meilen umliegenden Gegend Landschaften von mehrer Farben werden die Platen gemahlen abgedrückt ein Plan hingegeben mit seinen accuraten Punctun und Linien, daß die semit 3 oder mehreren Farben der Zeichnung gleich zu samen treffen ist in dieser Art zu aller Einsicht nüzlich, und in keinen Lande noch in Vorschein gekommen

Personen/Institution:
Mauer, P. N.; 1730-1788 [KartografIn]

Verantwortlichkeitsangabe:
außgemeßen gezeichnet und gestochen von Mauer P. N. alle Kleinigkeiten wie auf ein großen Maßstab wurde es undeitlich mach sie ist noch vor Ziechlicher als die Topograph Karte des le Rouge Paris 1749

Ort:
Wien

Verlag/Druck:
Johann Georg Weingand

Datierung:
MDCCXXXIII

Maßstab:
circa 1 : 34 000

Umfang:
1 Kartenblatt

Format:
49 x 69 cm

Reproduktionsverfahren:
Dreifarbenkupferstich

Details zu kartographischem Inhalt:
Gebirgsdarstellung mit einfachen Böschungsschraffen

Ergänzender Inhalt:
Titelkartusche rechts oben, Widmungskartusche und Maßstab links unten

Details zu Maßstabsangaben:
Maßstab in graphischer Form ("Maßstab von 3000 Schritte")

Ausrichtung:
West-Süd-West (WSW)

Anmerkungen zur Entstehungsangabe:

Widmung:
"Sūb regime Josephi II R I"

Sonstige Details:
Dreifarbendruck (schwarz - Gewässer, Beschriftung, rot - Siedlungen, grün - Vegetation)

Attributname Label Beschreibung
BLUE_BAND
GREEN_BAND
RED_BAND
Resumee

1782-1787 erschienen in Wien bei dem Verleger Johann Georg Weingand unter dem Namen „Mauer" mehrere Karten, die den Prater, den Augarten sowie die Umgebung Wiens darstellten.

Die hier vorliegende Karte erschien als zweite aus dieser Reihe und unterschied sich von anderen kartographischen Werken aus dieser Zeit weniger vom Inhalt, als von der Herstellungstechnik. Der dabei verwendete dreifarbige Kupferstich stellt somit ein frühes Experiment mit Mehrfarbendrucken dar, wobei die Beschriftungen, das Gewässer- und Straßennetz sowie die Geländeschraffen in schwarz, die Siedlungen in rot und die Vegetation in grün gedruckt wurden.

Die Kartographiehistoriker Johannes Dörflinger, Markus Heinz und Jan Mokre vermuten, dass sie der Autor der beiden bekannten Vogelschaupläne Wiens Joseph Daniel von Huber möglicherweise unter dem Pseudonym "P. N. Mauer" veröffentlicht hat, um seinen Gläubigern zu entgehen. Dabei ist nicht uninteressant darauf hinzuweisen, dass das Wappen Hubers mit jenem der Tiroler Familie der Freiherren Huber von Mauer verblüffende Ähnlichkeiten aufweist, obgleich sich urkundlich keine unmittelbare Beziehung herstellen lässt.

Gerhard Holzer

Quellen und weiterführende Literatur:

Johannes DÖRFLINGER, Die österreichische Kartographie im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Privatkartographie zwischen 1780 und 1820. Band 1, Österreichische Karten des 18. Jahrhunderts, Wien 1984.

Markus HEINZ, Jan MOKRE, Über Joseph Daniel von Huber (1730/1731-1788) und seinen Vogelschauplan von Wien, in: Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien. Wien: Jahrbuch des Vereins für Geschichte der Stadt Wien, 47/48 (1991/1992), 93-122.

Jan MOKRE, Daniel von Huber. Leben und Werk eines österreichischen Militärkartographen des 18. Jahrhunderts. Diplomarb. Univ. Wien. Wien 1990.

Publication Datum
Lizenz
Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Typ
Raster Data
Schlüsselwörter:
18. Jahrhundert , Europa , Topographische Karte
Kategorie
Umgebungskarte
Umgebungskarte
Eigentümer
Einschränkungen
Creative Commons Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Zweck

Neue Topograph Karte der K. K. Haupt und Residenz Stadt Wien : samt der auf 6 quatrat meilen umliegenden Gegend Landschaften von mehrer Farben werden die ...

Sprache
English

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